Zum Inhalt springen
Schneller Versand mit DHL · Klinisch validiert · Erkennt 6 Substanzen · 24/7 Support · Premium-Qualität
Zum Magazin
  • Schweiz
  • Opferhilfe 142
  • Hilfe bei Verdacht

K.o.-Tropfen-Verdacht in der Schweiz: Wann 144, 117 oder 142 hilft

In der Schweiz hilft 144 bei einem medizinischen Notfall, 117 bei akuter Gefahr und 142 bei Fragen nach möglicher Gewalt. Die Opferhilfe-Nummer 142 bietet rund um die Uhr kostenlose, vertrauliche und auf Wunsch anonyme Beratung. Sie ist kein Notruf. Bei schweren Beschwerden sofort 144 wählen.

DrinkCheck Redaktion 10 Min. Lesezeit
Smartphone mit leerem Bildschirm neben einer warm leuchtenden Tischlampe in einem ruhigen Wohnzimmer
KI-generiertes Symbolbild (Higgsfield); fiktiver privater Innenraum.

Geltungsstand: 7. September 2026 · Schweiz, mit Schwerpunkt Deutschschweiz. Die offizielle Opferhilfe Schweiz grenzt 142 ausdrücklich von den Notrufnummern ab. Du musst eine mögliche Getränkemanipulation nicht selbst aufklären, bevor du Unterstützung suchst.

Welche Nummer hilft bei K.o.-Tropfen-Verdacht in der Schweiz?

Entscheidend ist, was gerade passiert: Braucht jemand sofort medizinische Versorgung, besteht eine Bedrohung oder suchst du Orientierung nach einem möglichen Übergriff? Die drei Nummern haben unterschiedliche Aufgaben. Du brauchst sie nicht der Reihe nach anzurufen.

144: Bei einem medizinischen Notfall

Ruf 144, wenn jemand bewusstlos ist, kaum reagiert oder Atemprobleme hat. Warte nicht darauf, ob die Person wieder aufwacht oder ein Getränketest anschlägt. Tox Info Suisse nennt bei Bewusstlosigkeit sowie Atem- und Kreislaufstillstand ausdrücklich den Rettungsdienst 144. Einer bewusstlosen Person darfst du keine Flüssigkeit einflössen; führe kein Erbrechen herbei. Folge den Anweisungen der Notrufzentrale. Quelle: Tox Info Suisse, Merkblatt.

Auch ein plötzlich unerklärlicher Rausch oder starke Schläfrigkeit ist ein Grund, Hilfe zu holen. Die Kantonspolizei Bern empfiehlt bei K.o.-Tropfen-Verdacht im Zweifel den medizinischen Notruf. Richte dich nach dem Zustand der Person. Diskussionen darüber, wie viel sie getrunken hat, sollten die Hilfe nicht verzögern. Quelle: Kantonspolizei Bern.

117: Wenn eine akute Bedrohung oder Gewalt besteht

Ruf 117, wenn du sofort polizeilichen Schutz brauchst, etwa weil dich jemand bedroht oder ein gewaltsamer Übergriff stattfindet. Beschreibe zugleich, wenn jemand verletzt oder bewusstlos ist. Die offizielle Schweizer Hilfeseite nennt 117 für die Polizei und 144 für medizinische Hilfe. Quelle: Opferhilfe Schweiz, Notfallkontakte.

Wenn du jemanden begleitest, bring dich nicht selbst in Gefahr, um eine verdächtige Person festzuhalten. Sag der Polizei, wo ihr seid und was du gerade beobachtest. Eine unklare Erinnerung musst du nicht durch Vermutungen ergänzen.

142: Wenn du Beratung und Unterstützung nach möglicher Gewalt suchst

Wähle 142, wenn du in der Schweiz Opferberatung brauchst. Das kann noch am selben Abend sein oder später, wenn Fragen, Angst oder Erinnerungslücken bleiben. Die Beratung ist kostenlos und vertraulich; du kannst auf Wunsch anonym bleiben. 142 ersetzt weder den Rettungsdienst noch die Polizei bei akuter Gefahr. Quelle: Opferhilfe Schweiz.

Ein einfacher Gesprächseinstieg könnte sein: «Ich vermute, dass etwas in meinem Getränk war. Ich bin jetzt an einem sicheren Ort und weiss nicht, was ich als Nächstes tun soll.» Du musst nicht wissen, wie das Geschehen rechtlich einzuordnen ist.

Für einen Notruf sind Standort und aktueller Zustand besonders hilfreich. Nenne möglichst Adresse, Lokalname oder einen gut auffindbaren Treffpunkt. Sag, ob die Person ansprechbar ist und normal atmet. Wenn du etwas nicht weisst, sag genau das; suche nicht erst nach einer vollständigen Geschichte.

Was ist seit Mai 2026 an der Opferhilfe-Nummer 142 neu?

Seit dem 1. Mai 2026 gibt es mit 142 einen einheitlichen telefonischen Zugang zur Opferhilfe in der ganzen Schweiz. Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) bestätigte den Betriebsstart in ihrer Mitteilung dieses Tages. Unter dieser Nummer erhältst du erste Unterstützung und Beratung. Bei Bedarf wirst du an eine passende Stelle weitervermittelt. 142 ist keine ausschliesslich für K.o.-Tropfen eingerichtete Stelle. Quelle: SODK, 1. Mai 2026.

Davon zu unterscheiden ist der 1. Juni 2026: An diesem Tag startete die zweite Phase der nationalen Kampagne «Gleichstellung verhindert Gewalt». Sie macht bestehende Hilfsangebote einschliesslich 142 bekannter. Der Juni-Termin ist also der Kampagnenstart dieser Phase, nicht die Einführung der Telefonnummer. Quelle: Bundesmitteilung auf EDA, 1. Juni 2026.

Wenn dich ein Clubabend verunsichert hat, musst du nicht allein herausfinden, welche Fachstelle zuständig ist. Unter 142 kannst du zunächst schildern, wobei du Hilfe brauchst. Die Kampagne nennt auch allgemeine Gewaltzahlen. Wie häufig Drink Spiking vorkommt, geht daraus nicht hervor.

Wann sollte ich ins Spital, auch wenn ich mich wieder besser fühle?

Plötzlicher Schwindel, ungewöhnliche Benommenheit, Probleme beim Gehen, Übelkeit, Verwirrung oder Erinnerungslücken können einen Verdacht auslösen. Sie beweisen keine heimliche Substanzgabe: Ähnliche Beschwerden können auch nach Alkohol oder anderen Substanzen auftreten. Die Patienteninformation von Gloucestershire Hospitals beschreibt diese Überschneidung. Quelle: NHS Gloucestershire, Spiking.

Suche bei einem solchen Verdacht möglichst früh ärztliche Hilfe. Sprich deinen Verdacht bei der Anmeldung im Spital direkt an, etwa so: «Ich befürchte, dass mir jemand K.o.-Mittel gegeben hat.» Nach einem möglichen sexuellen Übergriff können neben Verletzungen weitere medizinische Fragen wichtig sein. Das Universitätsspital Zürich bietet Behandlung auch dann an, wenn Betroffene sich gegen eine Strafanzeige entscheiden oder noch unentschlossen sind. Quelle: USZ, Soforthilfe nach sexueller Gewalt.

Welche Fragen helfen bei der Abklärung?

Wenn du nicht weisst, wonach du fragen sollst, helfen diese drei Punkte:

  1. Versorgung: «Welche Untersuchung ist wegen meiner Beschwerden oder möglicher Verletzungen jetzt nötig?»
  2. Substanznachweis: «Kommen Blut- oder Urinproben wegen meines Verdachts infrage, und wie schnell müssen sie genommen werden?»
  3. Spurensicherung: «Gibt es hier eine Untersuchung und Dokumentation, auch wenn ich noch keine Strafanzeige erstatten möchte?»

Die Fragen helfen dir im Gespräch. Sie bedeuten aber nicht, dass alle genannten Untersuchungen in jedem Fall angeboten werden. Notiere, soweit du es weisst, wann du zuletzt unbeeinträchtigt warst, wann Beschwerden begannen und welche Getränke, Medikamente oder anderen Substanzen du genommen hast. Lass Unsicherheiten offen. Eine Begleitperson kann ergänzen, was sie selbst beobachtet hat. Deine Erinnerungslücken sollte sie nicht mit Vermutungen füllen.

Warum sollte ich nicht erst ein Nachweisfenster ausrechnen?

Bei GHB kann die Nachweisbarkeit sehr kurz sein. Das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich beschreibt die rasche Ausscheidung und Forschung an länger nachweisbaren Biomarkern. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein solcher Test in jedem Spital verfügbar ist. Warte deshalb nicht auf eine bestimmte Uhrzeit oder ein vermeintlich besseres Testverfahren. Quelle: UZH, 15. Oktober 2025.

Ein negatives Ergebnis lässt sich nur im Zusammenhang mit untersuchten Substanzen, Probe und Zeitpunkt einordnen. Bitte das behandelnde Team, dir genau zu erklären, was untersucht wurde und was das Ergebnis offenlässt. Medizinische Versorgung und Unterstützung bleiben auch dann wichtig, wenn sich die Ursache nicht mehr sicher klären lässt.

Was gilt nach einem möglichen sexuellen Übergriff?

Regionale Angebote unterscheiden sich. Das USZ beschreibt eine Spurensicherung unabhängig von einer Strafanzeige. Es empfiehlt, sich bis zur Untersuchung möglichst nicht zu waschen und bereits gewechselte Kleidung in einem Papiersack mitzubringen. Wenn du bereits geduscht oder dich umgezogen hast, suche trotzdem Hilfe. Das USZ empfiehlt medizinische Betreuung ausdrücklich auch nach mehr als drei Tagen. Quelle: USZ.

Das Inselspital Bern erläutert für seine Frauenklinik ebenfalls einen Zugang ohne vorherige Strafanzeige und eine Untersuchung mit Einwilligung. Das sind Beispiele aus Zürich und Bern. Du kannst deshalb nicht davon ausgehen, dass jedes Schweizer Spital dasselbe anbietet. Lass dir die passende Anlaufstelle nennen. Bei einem medizinischen Notfall darf die Suche nach einer spezialisierten Stelle die Hilfe nicht verzögern. Quelle: Inselspital Bern.

Wie finde ich kantonale Opferhilfe und was passiert bei einem Anruf?

Während der Bürozeiten werden Anrufe auf 142 an die zuständigen kantonalen Opferberatungsstellen weitergeleitet. Ausserhalb der Bürozeiten organisieren die Kantone die Hilfe unterschiedlich. Laut SODK stehen rund um die Uhr geschulte Fachpersonen für eine erste Unterstützung bereit. Ein nächtlicher Anruf bedeutet deshalb nicht zwingend, dass dieselbe örtliche Beratungsstelle wie tagsüber antwortet. Quelle: SODK.

Wenn du eine persönliche Beratung suchst, nutze das offizielle Verzeichnis der Opferhilfe-Beratungsstellen. Dort kannst du einen Kanton auswählen. Du darfst auch eine Beratungsstelle ausserhalb deines Wohnkantons wählen. Die Liste führt allgemeine und spezialisierte Angebote auf; prüfe beim jeweiligen Eintrag, für wen das Angebot gedacht ist und wie du Kontakt aufnimmst.

Zwei leere gepolsterte Stühle neben einem kleinen Holztisch im Tageslicht als Symbol für ein ruhiges Gespräch

KI-generiertes Symbolbild (Higgsfield): fiktiver privater Gesprächsraum, keine Abbildung einer Beratungsstelle.

Nenne zuerst, wobei du gerade Hilfe brauchst: Begleitung ins Spital, Unsicherheit wegen einer Strafanzeige, Angst vor einer bestimmten Person oder ein Gespräch über den vergangenen Abend. Du musst nicht alles beim ersten Kontakt erzählen. Du kannst auch zunächst fragen, wie die Beratung abläuft.

Am Ende des Gesprächs können drei Fragen helfen: «Was ist mein nächster Schritt?», «An wen kann ich mich danach wenden?» und «Wie erreiche ich die Stelle wieder?» Wenn du gerade wenig aufnehmen kannst, bitte darum, die Informationen einzeln durchzugehen. Halte nur fest, was du für den nächsten Schritt brauchst.

Wer lieber schreibt, findet über Online Opferberatung Angebote aus der Deutschschweiz. Nach den am 7. September 2026 abgerufenen Angaben ist der Chat von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, erreichbar. Daneben gibt es eine zeitversetzte Onlineberatung mit Antwort innerhalb von drei Arbeitstagen. Das ist kein rund um die Uhr besetzter Notfallchat. Prüfe die dort angegebenen Zeiten und warte bei akuter Gefahr oder schweren Beschwerden nicht auf eine schriftliche Antwort.

Kann ich mich vertraulich beraten lassen, ohne Strafanzeige zu erstatten?

Ja. Eine Strafanzeige ist keine Voraussetzung für Opferberatung. Laut Opferhilfe Schweiz spielt es auch keine Rolle, ob die Person gefunden wurde, die für die Tat verantwortlich ist. Du kannst dich ebenfalls melden, wenn du nicht sicher bist, ob die Opferhilfe für dein Erlebnis die richtige Anlaufstelle ist. Die Stelle kann mit dir klären, welche Unterstützung passt. Quelle: Opferhilfe Schweiz, Zugang.

Die Beratung ist vertraulich und auf Wunsch anonym. Die offizielle Beratungsseite erklärt zudem, dass Anrufe auf 142 weder auf der Telefonrechnung noch im Verbindungsnachweis erscheinen. Auf deinem eigenen Gerät kann der Anruf trotzdem in der Liste gewählter Nummern sichtbar bleiben. Das solltest du bedenken, wenn jemand anderes dein Smartphone mitbenutzt oder darauf zugreifen kann. Quelle: Opferhilfe Schweiz, Beratung.

Wenn du dir Sorgen machst, wer von dem Gespräch erfährt, sprich das an, bevor du mehr erzählst: «Ich möchte zunächst anonym bleiben. Welche Informationen brauchen Sie, und was passiert damit?» Falls du später einen Antrag stellst oder an eine andere Stelle vermittelt wirst, kannst du dann klären, welche Angaben dafür nötig sind. Beim ersten Gespräch musst du dich noch nicht auf alle weiteren Schritte festlegen.

Wer kann sich an die Opferhilfe wenden?

Die Opferhilfe richtet sich bei Straftaten in der Schweiz an Betroffene unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft oder längerfristigem Aufenthalt. Auch Angehörige und nahestehende Personen können Unterstützung erhalten. Du kannst dich also auch melden, wenn du nur zu Besuch in der Schweiz bist. Bei einem Vorfall im Ausland gelten andere Voraussetzungen. Frage die Beratungsstelle, was dann für dich gilt. Quelle: Opferhilfe Schweiz, Zielgruppe.

Wenn du wegen der Sprache oder einer Beeinträchtigung Unterstützung im Gespräch brauchst, sag der Beratungsstelle Bescheid. Die Opferhilfe beschreibt die Zusammenarbeit mit Dolmetschenden, auch für Gebärdensprache. Das heisst aber nicht, dass zu jeder Uhrzeit sofort jemand für jede Sprache verfügbar ist. Quelle: Opferhilfe Schweiz, Beratung.

Bedeutet kostenlose Beratung, dass alle weiteren Kosten übernommen werden?

Nein. Die Beratung kostet nichts. Ob die Opferhilfe auch Kosten für eine Therapie, medizinische Versorgung oder anwaltliche Vertretung übernimmt, hängt von den jeweiligen Voraussetzungen ab. Je nach Leistung spielt auch deine finanzielle Situation eine Rolle. Frage früh, wie du Unterstützung beantragen kannst und welche Unterlagen du brauchst. Eine Kostenübernahme ist nicht in jedem Verdachtsfall garantiert. Quelle: Opferhilfe Schweiz, finanzielle Hilfe.

Wie können Freundinnen, Freunde und Angehörige helfen?

Bleib ansprechbar und biete konkrete Unterstützung an. Statt nach Schuld oder einer lückenlosen Erklärung zu fragen, kannst du sagen: «Ich nehme dich ernst. Soll ich bei dir bleiben oder mit dir Hilfe holen?» Eine Person, die verunsichert ist, muss vor dir nichts beweisen.

Vor Ort helfen überschaubare Aufgaben: Eine vertraute Person bleibt dabei, eine weitere spricht mit dem Personal oder ruft Hilfe. Lasst eine beeinträchtigte Person nicht allein mit Unbekannten weggehen. Trinkt nicht weiter aus einem verdächtigen Glas. Ähnliche Hinweise gibt auch Gloucestershire Hospitals. Die britischen Telefonnummern und regionalen Angebote auf der dortigen Seite gelten allerdings nicht für die Schweiz. Quelle: NHS Gloucestershire.

Sobald die Person versorgt ist, kannst du deine eigenen Beobachtungen aufschreiben: Was hast du selbst gesehen, zu welcher ungefähren Zeit und an welchem Ort? Trenne das von Erzählungen anderer. Frage die zuständige Stelle, wie mit vorhandenen Getränkeresten oder Gegenständen umzugehen ist. Verschicke sensible Fotos, Namen oder Vermutungen nicht ungefragt in Gruppenchats.

Auch am nächsten Tag kann Unterstützung sehr praktisch sein: eine Begleitung zum Termin anbieten, gemeinsam die passende Beratungsstelle heraussuchen oder einen vereinbarten Rückruf ermöglichen. Frage, was willkommen ist. Dränge weder zur ausführlichen Schilderung noch zu einer bestimmten Entscheidung über eine Strafanzeige. Bei einem medizinischen Notfall oder einer akuten Bedrohung holst du weiterhin sofort Hilfe.

Für Absprachen in einer Gruppe gibt es ergänzend unseren Artikel zu Zivilcourage bei Verdacht im Freundeskreis. Er enthält Deutschlandbezüge und weitergehende Aussagen zu Getränketests. Für die Schweizer Hilfsnummern halte dich an diesen Artikel. Was die Tests leisten und wo ihre Grenzen liegen, beschreiben die Belege und Testgrenzen.

Was sollte ich bei Reisen und bei Getränketests beachten?

Die Länderangabe gehört zur Telefonnummer. In Österreich führt 142 zur Telefonseelsorge, einer Anlaufstelle für seelische Krisen und belastende Situationen. Das ist eine andere Organisation mit einem anderen Auftrag als die Schweizer Opferhilfe. Eine Suche nach «142» ohne Land kann deshalb irreführen. Quelle: Telefonseelsorge Österreich.

Unser ergänzender Artikel über K.o.-Tropfen-Symptome am nächsten Tag erläutert Beschwerden und mögliche nächste Schritte. Die dort genannten deutschen Hilfsangebote, insbesondere 116 016, beziehen sich auf Deutschland. Auch die Notrufhinweise der Belegseite sind mit Deutschland beziehungsweise der EU gekennzeichnet. Prüfe deshalb immer, für welches Land ein Hilfsangebot gilt, bevor du dich bei einem Aufenthalt in der Schweiz darauf verlässt.

Ein Getränketest beantwortet eine begrenzte Frage zum untersuchten Getränk. Er kann weder feststellen, was du bereits aufgenommen hast, noch einen Übergriff ausschliessen. North Tees and Hartlepool NHS weist auf die begrenzte Stoffauswahl und unterschiedliche Genauigkeit kommerzieller Schnelltests hin; diese allgemeine Patienteninformation belegt nicht die Leistung von DrinkCheck. Quelle: North Tees NHS.

Ein unauffälliges Ergebnis ist deshalb keine Entwarnung bei Beschwerden. Warte mit einem Notruf, einer Untersuchung oder einem Beratungsgespräch nicht auf einen Test oder einen Produktkauf. Welche Originalbelege für DrinkCheck öffentlich vorliegen und welche Fragen offen sind, dokumentiert unsere Seite zu Belegen, Anwendung und Testgrenzen.

Quellen am 7. September 2026 abgerufen. Dieser Artikel bietet Orientierung für die Schweiz und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder individuelle Beratung. Die folgenden FAQ-Antworten fassen die oben direkt verlinkten Quellen zusammen.

Häufige Fragen

Darf ich 142 anrufen, wenn ich K.o.-Tropfen nur vermute?
Ja. Die Opferhilfe Schweiz bittet ausdrücklich darum, sich auch bei Unsicherheit zu melden. Beschreibe, was du beobachtet hast und wobei du Unterstützung brauchst. Die Beratungsstelle klärt mit dir, wer weiterhelfen kann. Bei schweren Beschwerden wähle zuerst 144.
Ist die Opferhilfe-Nummer 142 auch nachts erreichbar?
Ja, in der Schweiz ist 142 seit dem 1. Mai 2026 rund um die Uhr erreichbar. Ausserhalb der Bürozeiten organisieren die Kantone die Erstunterstützung unterschiedlich. Die Öffnungszeiten einer einzelnen Beratungsstelle sind deshalb nicht mit der Erreichbarkeit von 142 gleichzusetzen.
Bleibt ein Anruf bei 142 auf meinem Handy sichtbar?
Das kann sein. Laut Opferhilfe Schweiz erscheint der Anruf nicht auf der Telefonrechnung und nicht im Verbindungsnachweis, kann aber in der Anrufliste deines Geräts stehen. Du kannst dich anonym beraten lassen. Das verhindert aber nicht, dass ein Anruf auf deinem Gerät sichtbar bleibt.
Kann ich als Gast in der Schweiz Opferberatung erhalten?
Bei einer Straftat in der Schweiz hängt der Zugang zur Opferhilfe laut offizieller Information nicht von Herkunft oder längerfristigem Aufenthalt ab. Welche Unterstützung im einzelnen Fall möglich ist, klärst du mit der Beratungsstelle. Für Vorfälle im Ausland gelten andere Voraussetzungen.
Lohnt sich Hilfe noch, wenn der Verdacht erst am nächsten Tag entsteht?
Ja. Suche möglichst früh ärztliche Hilfe und beschreibe den Verdacht. Die Nachweisbarkeit hängt unter anderem von Substanz und Zeitpunkt ab; GHB selbst ist oft nur kurz nachweisbar. Medizinische Versorgung, Beratung und Unterstützung sind auch ohne gesicherten Substanznachweis sinnvoll.
Kann ein unauffälliger Getränketest einen Übergriff ausschliessen?
Nein. Ein Schnelltest erfasst nur einen begrenzten Ausschnitt möglicher Substanzen und untersucht weder deinen Körper noch das Geschehen. Ein unauffälliges Ergebnis ist keine Entwarnung bei Beschwerden oder Verdacht. Es ersetzt weder eine ärztliche Untersuchung noch fachgerechte Spurensicherung.
Erreiche ich unter 142 in Österreich dieselbe Opferhilfe?
Nein. In der Schweiz steht 142 für Opferhilfe; in Österreich führt 142 zur Telefonseelsorge. Wen du unter dieser Nummer erreichst, hängt also vom Land ab. Dieser Artikel beschreibt die Schweizer Hilfswege mit Stand 7. September 2026.

Quellen

  1. SODK: Opferhilfe schweizweit neu unter der Nummer 142 erreichbar, 1. Mai 2026 sodk.ch
  2. Bundesmitteilung auf EDA: Zweite Phase der Kampagne Gleichstellung verhindert Gewalt, 1. Juni 2026 eda.admin.ch
  3. Opferhilfe Schweiz: Startseite und Abgrenzung zum Notruf opferhilfe-schweiz.ch
  4. Opferhilfe Schweiz: Wo finde ich Hilfe? opferhilfe-schweiz.ch
  5. Opferhilfe Schweiz: Für wen ist die Opferhilfe? opferhilfe-schweiz.ch
  6. Opferhilfe Schweiz: Beratung und Vertraulichkeit opferhilfe-schweiz.ch
  7. Opferhilfe Schweiz: Finanzielle Hilfe opferhilfe-schweiz.ch
  8. Tox Info Suisse: Merkblatt zum Vergiftungsnotfall, Dokumentstand Februar 2024 toxinfo.ch
  9. Kantonspolizei Bern: K.o.-Tropfen police.be.ch
  10. Universitätsspital Zürich: Soforthilfe nach sexueller Gewalt, aktualisiert 7. Mai 2026 usz.ch
  11. Inselspital Bern: Sexuelle Gewalt gegen Frauen frauenheilkunde.insel.ch
  12. Universität Zürich, Institut für Rechtsmedizin: Forschung zum GHB-Nachweis, 15. Oktober 2025 irm.uzh.ch
  13. Gloucestershire Hospitals NHS: Spiking, Version Januar 2025 gloshospitals.nhs.uk
  14. North Tees and Hartlepool NHS: Drink and Needle Spiking, geprüft 31. März 2026 nth.nhs.uk
  15. Online Opferberatung: Chat und zeitversetzte Beratung in der Deutschschweiz onlineopferberatung.ch
  16. Telefonseelsorge Österreich: Über uns und Nummer 142 telefonseelsorge.at

Weiterlesen